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Tension & Trauma Releasing Exercises

T–tief sitzende Spannung lösenR–Raum für Loslassen schaffenE–Entspannung erfahren

Porträt von Mag.a Alexandra Lepolt, MA

Dein Körper als Wegweiser zu mehr Wohlbefinden.

Kennst du das Gefühl, wenn Stress im Beruf oder Privatleben zur Dauerbelastung wird? Wenn du dich angespannt, ruhelos und erschöpft fühlst? Vielleicht spürst du auch, wie sich der Druck als körperliche Verspannung festsetzt und deine Lebensqualität im Alltag spürbar einschränkt.

Egal, ob du den negativen Folgen von Stress aktiv entgegenwirken willst oder bereits von TRE® gehört hast und die Methode einmal selbst ausprobieren möchtest:

TRE® bietet dir eine wirkungsvolle Möglichkeit, Körper und Nervensystem tiefgreifend zu entspannen und zu regenerieren. Die körperorientierte Selbsthilfemethode aktiviert die natürlichen Selbstheilungskräfte deines Körpers und unterstützt dich dabei, wieder in deine Kraft zu kommen oder in deiner Kraft zu bleiben – für mehr Entspannung, innere Ruhe und Wohlbefinden.

Wie entstand TRE®?

TRE® (Tension & Trauma Releasing Exercises) wurde vom amerikanischen Bioenergetiker, klinischen Sozialarbeiter, Massage-Therapeuten und Theologen Dr. David Berceli entwickelt.

Während seiner Arbeit in Krisen- und Kriegsgebieten im Nahen Osten und in Afrika machte er immer wieder dieselbe Beobachtung: In Hochstress- und Gefahrensituationen nehmen Menschen automatisch eine fötale Schutzhaltung ein.

Dieser Mechanismus wird durch den Psoas-Muskel ermöglicht – die einzige Muskelgruppe, die Rumpf, Becken und Beine miteinander verbindet. Unter Stress zieht sich dieser Muskel zusammen, um die lebenswichtigen inneren Organe sowie den Kopf vor Verletzungen zu schützen.

Gleichzeitig stellte Berceli fest, dass der Körper, sobald die belastende Situation vorbei ist, die Anspannung auf natürliche Weise wieder löst, nämlich durch Muskelzittern. Unwillkürliche Bewegungen wie Zittern, Zucken, Schütteln, Vibrieren oder Schaukeln führen dazu, dass sich die zuvor angespannten Muskeln entspannen, Stresshormone abgebaut werden und das Nervensystem wieder in einen ausgeglichenen, gesunden Zustand zurückkehrt.

Berceli hatte nicht das Ziel, ein neues Psychotherapieverfahren zu entwickeln. Vielmehr wollte er traumatisierten Menschen, die keinen Zugang zu therapeutischer Hilfe haben, ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem sie sich selbst stabilisieren und traumabedingte Spannungszustände eigenständig lösen können. Sein Anliegen war es, ein Selbsthilfeinstrument zu schaffen, das überall einsetzbar, kultur- und sprachunabhängig sowie unmittelbar wirksam ist.

Porträt von Dr. David Berceli

„Das Lösen chronischer Spannung ist ein natürlicher Prozess des Körpers. Neurogenes Zittern ist der Mechanismus, diese Spannung zu lösen.“

Dr. David Berceli

Was ist TRE®?

Da das Zittern ein im autonomen Nervensystem angelegter Reflex ist, ist jeder Mensch in der Lage, zu zittern. Das Zittern muss nicht erlernt werden. Es braucht jedoch das Vertrauen in den eigenen Körper und die Erlaubnis, das Zittern im Körper zuzulassen.

Vorbereitende Übungen & neurogenes Zittern

Die Tension and Trauma Releasing Exercises ermöglichen es, leichter in das neurogene Zittern zu kommen. Sie bestehen aus einer Abfolge von Körperübungen, bei denen gezielt Muskelgruppen – nämlich die Muskulatur der Waden, Oberschenkel, Adduktoren, des Beckens, des Psoas sowie des unteren und oberen Rückens bis zu den Schultern – angespannt, gedehnt und durch Wiederholungen ermüdet werden. Nach den fünf „vorbereitenden“ Übungen beginnt das Zittern in zwei unterschiedlichen Körperhaltungen: zunächst im Stehen und schließlich im Liegen.

Auch wenn das Zittern ganz unwillkürlich abläuft, behalten die Praktizierenden stets die Kontrolle über den Prozess. Durch das Durchdrücken der Knie und das Ausstrecken der Beine lässt sich der TRE®-Prozess in jeder Phase problemlos unterbrechen.

Die individuelle Wohlfühlzone

Ein weiteres grundlegendes Prinzip von TRE® besteht darin, den Körper in seiner individuellen Wohlfühlzone zu halten. Aus diesem Grund wird bei TRE® mit einer Wohlfühl-Skala von 0–10 gearbeitet. Dabei steht 0 für völlige Anstrengungslosigkeit während der Durchführung der Übungen, während 10 einen als stark schmerzhaft empfundenen Zustand beschreibt. Die Übungen sollen so durchgeführt werden, dass der subjektive Anstrengungsgrad idealerweise im Bereich von 6 bis maximal 7 liegt.

Regelmäßige Pausen

Ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper schließt auch regelmäßige Pausen mit ein. Diese helfen, das Nervensystem nicht zu überfordern und im window of tolerance zu bleiben, also jenem Bereich, in dem wir gut mit unserem Körper, unseren Emotionen und unserer Umwelt in Kontakt sind.

Entspannungsphase

In der abschließenden Entspannungsphase wird das Erlebte körperlich und emotional verarbeitet. Diese fünf bis zehn Minuten sind genauso bedeutsam wie die vorbereitenden Übungen und das neurogene Zittern selbst. Es geht darum, sich zu erholen, nachzuspüren und dem Körper Zeit zu geben, die tiefe Entspannung abzuspeichern.

Gezeichnete Darstellung des Zitterns im Stehen
Zittern im Stehen
Gezeichnete Darstellung des Zitterns im Liegen
Zittern im Liegen

Wie wirkt TRE®?

Entspannung für Körper & Nervensystem

Im Mittelpunkt von TRE® steht die Veränderung auf Körperebene. Sobald das vom autonomen Nervensystem gesteuerte neurogene Zittern aktiviert wird, löst es nach und nach muskuläre und fasziale Spannungen, auch in tieferliegenden Muskelgruppen wie dem Psoas-Muskel, der durch Massage nur schwer zu erreichen ist. Die entstehende muskuläre Entspannung signalisiert dem Nervensystem Sicherheit. Die Stressreaktion klingt ab und sowohl das Nervensystem als auch der Körper finden aus einem Zustand der Übererregung und Anspannung wieder in eine gesunde Balance zurück.

Positive Körpererfahrungen

Dank TRE® entsteht Raum für positive Körpererfahrungen. Da sich das Zittern jedes Mal anders zeigt, bleibt der Prozess eine faszinierende Entdeckungsreise. Der Körper weiß von selbst, was ihm guttut, und bestimmt dabei ganz eigenständig das Tempo. Man darf den inneren Kontroll- und Analysemodus abschalten, das Leistungsdenken beiseite stellen und darauf vertrauen, dass der Körper genau das tut, was richtig und heilsam ist.

Verbesserte Körperwahrnehmung

Regelmäßige TRE®-Praxis verbessert zudem die Körperwahrnehmung. Man lernt, bewusst in sich hineinzuspüren und die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Mit der Zeit wächst die Fähigkeit zu erkennen, wie es dem Körper in verschiedenen Situationen geht, um frühzeitig und bewusst darauf zu reagieren.

Eine wertvolle Unterstützung für Körper und Psyche

Insgesamt lässt sich sagen, dass TRE® ein wirkungsvolles Werkzeug ist, um (wieder) zu einem guten Körpergefühl zu finden und sich vitaler, gelassener und innerlich stabiler zu erleben.

TRE® unterstützt dabei, körperliche Spannungen zu lösen, chronische Schmerzen (vor allem im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich) zu lindern und wieder beweglicher und geschmeidiger zu werden. Menschen berichten aber auch von einem erholsameren Schlaf, einer besseren Verdauung, weniger Sodbrennen, einem Rückgang entzündlicher Prozesse etc. Auch die Psyche profitiert von der Arbeit mit dem Körper. Man reagiert flexibler auf Herausforderungen, fühlt sich weniger blockiert und kann besser mit Stress umgehen.

Wann darf TRE® (nicht) praktiziert werden?

TRE® kann von Menschen jeden Alters praktiziert werden und erfordert weder eine besondere körperliche Fitness noch eine spezielle Ausrüstung. Die Methode wird im Einzelsetting, in der Gruppe oder auch online angeboten.

Sie richtet sich an alle, die (mehr) Entspannung suchen, körperliche Schmerzen lindern oder ihre Widerstandskraft im Umgang mit Stress, Belastungen und Krisen stärken möchten.

Um TRE® in einem sicheren Rahmen kennenzulernen, erste Erfahrungen zu sammeln und Sicherheit im Umgang mit den Übungen und dem Tremor zu gewinnen, ist es empfehlenswert, sich zunächst von einem ausgebildeten Provider bzw. einer ausgebildeten Providerin begleiten zu lassen.

Über mich

Porträt von Mag.a Alexandra Lepolt, MA

„Eine bewusste Auszeit vom oft fordernden Alltag.“

Ich lerne gerne Neues, probiere Dinge aus und gebe das, was mich nachhaltig begeistert und bereichert, an andere Menschen weiter, um sie auf ihrem Lern- und Entwicklungsweg zu unterstützen.

Als Lehrerin ist es mir ein Herzensanliegen, meine Begeisterung für die französische Sprache und Kultur an meine Schüler:innen weiterzugeben und sie auf ihrem schulischen sowie persönlichen Weg zu begleiten. Außerdem stehe ich angehenden Französischlehrer:innen bei ihren (ersten) Unterrichtserfahrungen als Mentorin zur Seite.

Als TRE®-Providerin mag ich es sehr, Menschen mit einer körperorientierten Methode zur Stressregulation vertraut zu machen und einen sicheren, geschützten Raum zu schaffen, in dem sie in ihrem eigenen Tempo Erfahrungen sammeln und ihren individuellen Prozess entfalten können.

Ich persönlich habe 2024 das neurogene Zittern für mich entdeckt. Kennengelernt habe ich es nach meinem Studium der Traumapädagogik, das eine wertvolle Grundlage für das Verständnis und die Begleitung mit TRE® bildet.

Durch TRE® eröffnete sich mir ein neuer Zugang, mit Stress umzugehen. Ich erlebte, wie mein Körper nicht nur an Lebendigkeit gewann, sondern zugleich heilsame seelische Prozesse in Bewegung kamen.

Heute ist das neurogene Zittern ein fester Bestandteil meines Lebens. Das regelmäßige Praktizieren von TRE® ist für mich zu einer bewussten Auszeit vom oft fordernden Alltag geworden. Es hilft mir, schnell im Hier und Jetzt anzukommen und mein Leben spürbar entspannter und gelassener zu gestalten.

Kontakt

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Oder praktizierst du TRE® bereits und wünschst dir eine achtsame Begleitung durch eine zertifizierte TRE®-Providerin?

Melde dich gerne über das Kontaktformular. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und deine Fragen zu beantworten.

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